Episode #005 - Tod + Sterben - Die Heiligtümer des Todes

Shownotes

In dieser Folge spreche ich über meine persönlichen Erfahrungen nach dem Übergang meiner Hündin Maya und über die inneren Prozesse, die der Tod eines Tieres auslösen kann.

Ich teile meine Erkenntnisse über die „Heiligtümer des Todes“ — Räume, die uns helfen können, Abschied bewusst zu erleben, innere Klärung zu finden und die Verbindung zu unserem Tier auf einer tieferen Ebene zu erfahren. ** In dieser Folge erfährst du:** ✨ warum der Abschied Raum braucht ✨ wie Schuldgefühle und offene Fragen heilen können ✨ warum wir Tiere nicht nur über ihren Körper definieren sollten ✨ wie du dein Tier als Seele wahrnehmen kannst ✨ welche Fragen dir helfen, eure gemeinsame Verbindung zu verstehen ✨ warum der Tod auch ein Übergang und eine Neugeburt sein kann

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Transkript anzeigen

00:00:05: Die universelle Sprache, der Podcast mit Karin Schwarzer.

00:00:10: Ein Raum in dem Tiere, Natur und Spirit

00:00:13: sprechen dürfen und wir Menschen wieder lernen zuzuhören.

00:00:21: In meiner letzten Folge habe ich dich mitgenommen

00:00:24: in den Übergang meiner Hündin Maya, in den

00:00:27: Schmerz, in die Verbindung, in das, was sie

00:00:31: mir nach ihrem Tod gezeigt hat.

00:00:35: Heute möchte ich mit dir über das sprechen,

00:00:37: was danach geschehen ist, über den inneren Raum,

00:00:41: der sich öffnet, wenn ein geliebtes Wesen seinen

00:00:44: Körper verlässt.

00:00:47: Mayas Tod hat mich in einen wirklich tiefen

00:00:50: Prozess geführt, einen Prozess, der alte Prägungen ans

00:00:53: Licht gebracht hat und mich durch viele Fragen

00:00:57: geführt hat, der mir gezeigt hat, dass ich

00:01:00: heute die Heiligtümer des Todes nennen möchte.

00:01:05: Es sind Räume der Wandlung, der Klärung, Räume,

00:01:10: in denen wir unseren Tieren auf einer ganz

00:01:13: neuen Ebene begegnen können und auch uns selber.

00:01:18: Ich möchte dich heute einladen, diesen Raum gemeinsam

00:01:21: mit mir zu betreten.

00:01:27: Mayas Übergang hat in mir einen sehr intensiven

00:01:29: inneren Prozess ausgelöst.

00:01:31: Die ersten Tage waren wie Wellen von Trauer,

00:01:34: Schütterung, viele Fragen.

00:01:37: Ich wurde innerlich wirklich richtig durchgerüttelt und geschüttelt

00:01:41: und gleichzeitig hat sich etwas geöffnet.

00:01:46: Ich habe gespürt, Tod ist auf einer Ebene

00:01:51: ein Ende, aber auf einer anderen Ebene wirklich

00:01:54: eine Geburt.

00:01:55: Es ist immer beides.

00:01:57: Zuerst führt es uns das Leben hinein ins

00:02:01: Sterben, ins Loslassenmüssen, wenn das was zerbricht.

00:02:06: Und dann entsteht auf einer anderen Ebene etwas

00:02:09: ganz Neues, neue Klarheit, Tiefe, kraftvollere Ausrichtung.

00:02:14: Es fühlt sich für mich an wie ein

00:02:16: brutaler Übergang, der nicht nur meine Maya betrifft,

00:02:20: sondern auch mich verändert.

00:02:25: Und was ich sehr schnell gespürt habe, ist

00:02:27: dieser Abschied, der braucht Raum.

00:02:30: Wir sind so gewohnt, schnell weiterzugehen, zu funktionieren,

00:02:34: in den Alltag zurückzukehren, der uns wahrscheinlich, der

00:02:39: allermeisten von uns sehr fordert.

00:02:42: Aber wenn wir es schaffen, diesen Schmerz zuzulassen,

00:02:47: ihm Raum zu geben, ihn zu spüren, wenn

00:02:49: wir uns Bewusstsein nehmen, dann habe ich gemerkt,

00:02:54: beginnt etwas sehr Heilsames.

00:02:56: Ich kann es dir nur ans Herz legen,

00:02:58: diesen Raum zu öffnen, mit all den Tieren,

00:03:00: all den Wesen, den wir loslassen mussten.

00:03:05: Vielleicht auch, wenn dieser Abschied schon ganz lange

00:03:07: zurückliegt.

00:03:08: Es ist nie zu spät dafür.

00:03:12: Manchmal zeigen sich solche offenen Prozesse in Träumen,

00:03:18: manchmal durch eine Traurigkeit, die immer wiederkehrt, und

00:03:22: manchmal einfach durch Schmerz, der nicht weggehen will.

00:03:27: Sehr, sehr häufig sitzen in meinem Basiskurs Teilnehmern,

00:03:34: Menschen, zu denen Tiere kommen und sich zeigen

00:03:40: und genau für diese Zeit noch etwas sagen

00:03:46: wollen, etwas klären wollen, etwas mitgeben wollen.

00:03:51: Es ist dann auch im Kurs immer eine

00:03:54: Riesenöffnung.

00:03:56: Es ist nicht, was wir uns wünschen, aber

00:03:59: es ist das, was wir brauchen und was

00:04:01: ganz neue Türen öffnet.

00:04:07: Spannenderweise passiert das häufig in den Kursen, weil

00:04:11: es nötig ist, weil der Kern der telepathischen

00:04:16: Kommunikation, der Verbindung, des Fühlens ist unser Herzzentrum.

00:04:22: Wenn dort viele Schichten davor liegen von Schmerz,

00:04:27: von Traurigkeit, von Verdrängung, von Schuldgefühlen, dann ist

00:04:31: es nicht frei, unsere Liebsten an unserer Seite

00:04:36: tief zu spüren.

00:04:44: Dieser bewusste Abschied ist eines der ersten Heiligtümer

00:04:50: des Todes, wie ich das hier nennen mag.

00:04:54: Und wenn wir beginnen, diesen Raum zu öffnen,

00:04:57: tauchen neue Fragen auf.

00:05:00: Mir sind viele Fragen aufgetaucht.

00:05:02: Fragen wie, was hätte ich anders machen können?

00:05:04: Was habe ich übersehen?

00:05:06: War das, was ich getan habe, in ihrem

00:05:08: Sinne?

00:05:09: Oder was hätte sie vielleicht ganz anders gebraucht?

00:05:13: Ich habe in diesem Prozess festgestellt, dass Traurigkeit

00:05:19: ganz oft dort entsteht, wo die Fragen offen

00:05:22: bleiben oder wo noch Schuldgefühle sind.

00:05:25: Und der heilsamste Schritt für mich war, mich

00:05:29: diesen Fragen wirklich zu stellen, ohne sie wegzuschieben

00:05:33: und auch ohne sofort Antworten finden zu müssen.

00:05:37: Einfach die Frage in den Raum stellen und

00:05:43: wach und offen zu bleiben für Antworten.

00:05:49: Und diese Antworten sind gekommen.

00:05:54: Wir sind sehr tief heilsam.

00:05:59: Unsere Natur ist es meistens, dem auszuweichen, dem

00:06:03: Alltag zu flüchten.

00:06:06: Aber wenn wir bleiben und fühlen und zuhören,

00:06:09: kommen diese Antworten und es kommt viel Frieden.

00:06:14: Und dabei habe ich gemerkt, dass Maya diesen

00:06:17: Frieden längst hat.

00:06:23: Und es macht so keinen Sinn, dass ich

00:06:26: mit offenen Fragen oder mit Schuld weitergehe.

00:06:32: Doch das ist ein Heiligtum des Todes, eine

00:06:34: Möglichkeit der inneren Klärung.

00:06:39: Und das tiefste Geschenk dieses Prozesses war für

00:06:45: mich auch nochmal eine neue Sicht auf Maya.

00:06:50: Ich habe so gespürt, wie gewohnt wir sind,

00:06:53: unsere Tiere über ihren Körper zu definieren, über

00:06:56: ihre Form, ihre Eigenschaften, über all das, was

00:07:00: wir sehen, angreifen können.

00:07:04: Doch irgendwann in diesen Tagen hat sie mich

00:07:08: aufgefordert, das loszulassen und sie nicht mehr über

00:07:11: ihren Körper zu definieren.

00:07:13: Sie nicht mehr, damit eigentlich nicht mehr klein

00:07:17: zu machen, kleiner zu machen, als sie eigentlich

00:07:20: ist.

00:07:21: Sie hat sowieso sehr gehadert mit ihrem kleinen

00:07:24: Körper.

00:07:25: Ich fand das wunderbar entklammernd, liebe Maya.

00:07:30: Aber sie hat wirklich das jetzt sehr, sehr

00:07:35: betont, sie nicht in diese Form zurückzustopfen, zurück

00:07:41: zu kleiner zu machen und sie nicht mehr

00:07:45: darüber zu definieren.

00:07:49: Das musste ich ganz bewusst tun.

00:07:57: Sie spüren, was das Wesen, das sie ist,

00:08:01: nicht über den Körper schauen.

00:08:07: Es war eine Öffnung, ein Größer, ein Weiterer,

00:08:12: ein Freier.

00:08:13: Und so kann auch ihre Seele sehr viel

00:08:15: mehr Raum einnehmen und ist damit wirklich frei.

00:08:22: Ich glaube, so können wir uns sehr viel

00:08:24: tiefer verbinden, sehr

00:08:35: viel mehr miteinander oder besser oder tiefer, größer

00:08:44: miteinander weitergehen.

00:08:48: Und vielleicht ist das eine der wichtigsten Fragen,

00:08:51: die wir uns auch stellen können oder sollten.

00:08:54: Wer ist mein Tier eigentlich hinter all dem,

00:08:57: was ich da sehe?

00:09:00: Ohne den Anspruch zu haben, auch hierauf gleich

00:09:02: Antworten zu finden.

00:09:06: Die richtigen Fragen zu stellen reicht, habe ich

00:09:09: gemerkt.

00:09:09: Sie öffnen Räume für ganz neue Ebenen und

00:09:15: Erkenntnisse.

00:09:18: Vielleicht magst du dir auch selber mal solche

00:09:20: Fragen stellen und deinem Tier stellen.

00:09:24: Wer bist du eigentlich hinter dem, was ich

00:09:29: sehe, spüre, wahrnehme?

00:09:32: Warum bist du in mein Leben gekommen?

00:09:35: Was war unsere, war oder ist unsere gemeinsame

00:09:39: Aufgabe?

00:09:43: Und das muss nicht nur für Tiere gelten,

00:09:45: die schon gegangen sind, ihren Körper losgelassen haben,

00:09:49: sondern auch für die, die jetzt an unserer

00:09:53: Seite sind.

00:09:55: Diese Fragen bringen so viel Klarheit, so viel

00:09:58: Verbindung, ganz neue Kraft und vielleicht eine ganz

00:10:02: neue Ebene des Zusammenseins.

00:10:10: Und wenn du Lust hast, dich dabei begleiten

00:10:13: zu lassen, findest du unter dieser Folge eine

00:10:16: geführte Begegnung mit deinem Tier.

00:10:19: Sie kann dich begleiten in so einer Art

00:10:22: inneren Raum und dich dabei unterstützen, die Antworten

00:10:30: zu finden.

00:10:32: Es ist ein sehr,

00:10:36: sehr bewusst zu

00:10:46: schülen, noch bewusster zu hören und die Verbindung

00:10:50: auf einer neuen Ebene zu leben.

00:10:54: Vielleicht liegt genau darin eines einer größten Heiligtümer.

00:11:01: Ich danke dir an Herzen fürs Zuhören.

00:11:15: Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017

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