Episode #007 - Was ist Tierkommunikation wirklich
Shownotes
In dieser Folge:
- Interspecies Communication: Verständigung zwischen den Arten – der größere Rahmen
- Tierkommunikation vs. Telepathie vs. Tiertelepathie: Begriffe klar eingeordnet
- Telepathie als „Fernfühlen“: tele (fern) + pathie (fühlen)
- Warum Distanz keine Rolle spielt (Nähe, tausende Kilometer, Land/Wasser/Luft)
- Telepathie als angelegte Fähigkeit: innerlich, uralt, in uns vorhanden
- Alltagsphänomene als Brücke: „Ich weiß, wer anruft“ / „Ich denke an jemanden“
- Die telepathischen Sinne: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, tasten, wissen
- Mini-Übung: Berühren → Hand weg → nachspüren (Erinnerung als Aktivierung)
- Präsenz als Schlüssel: ruhiger Geist, Stille, wache Neugier
- Naturvölker & mein Impuls durch „Traumfänger“ (Marlowe Morgan)
- Ausblick: Nächste Episode „Tierkommunikation als Werkzeug zur Heilung“
Nächste Episode: Tierkommunikation als Werkzeug zur Heilung – was „Verstehen“ verändern kann.
Transkript anzeigen
Die universelle Sprache, der Podcast mit Karin Schwarzer. Ein Raum, in dem Tiere, Natur und Spirit sprechen dürfen und wir Menschen wieder lernen zuzuhören. Was ist Tierkommunikation wirklich? Dieser Frage möchte ich heute mal zumindest anfangen auf den Grund zu gehen.
Und ich möchte am Anfang einen Begriff mit dir teilen, der mir sehr gut gefällt. Interspecies Communication, die Verständigung zwischen den Arten. Denn im Kern geht es für mich um mehr als mit Tieren sprechen.
Es geht um Verbindung, um Wahrnehmung und um ein Erinnern an eine Sprache, die zwischen allen Lebendigen möglich ist. Tierkommunikation hat sich als alltäglicher Begriff etabliert, mit dem wir meistens die telepathische Kommunikation benennen und meinen. Und die telepathische Kommunikation nennen wir auch häufig die Tiertelepathie.
Telepathie, tele heißt fern, pathie heißt fühlen. Fernfühlen, fühlen auf Distanz. Wir fühlen also ein anderes Wesen auf eine Distanz.
Wie groß diese Distanz ist, spielt dabei keine Rolle. Wir können mit einem Tier, einer Pflanze, einem Baum, einem Mineral kommunizieren, das ganz in unserer körperlichen Nähe ist, das wir sehen und anfassen können. Wir können genauso gut telepathisch mit Tieren, mit allen Wesen kommunizieren, die sich hunderte, tausende Kilometer weit weg befinden.
Ob an Wasser, im Wasser, an Land, in der Luft, ist völlig irrelevant für diese Verbindung. Und wie wir das tun, darauf gibt es sehr vielerlei Vorstellungen und auch Vorgehensweisen. Telepathie wird ganz häufig als etwas Esoterisches aus unserer Neuzeit betrachtet.
Esoterisch stimmt in dem Sinne schon, weil es um das Innere geht. Aber es ist überhaupt keine neuzeitliche Sache, sondern uns allen angeboren. Die Fähigkeit zur telepathischen Wahrnehmung ist uns allen gleichermassen sozusagen in die Wiege gelegt.
Also allen Wesen, den Menschen, den Tieren, den Pflanzen, allen Wesen. Wir kommen damit quasi auf die Welt. Nein, schon vorher, unsere Seele, unser Innerstes nutzt die Telepathie sowieso permanent, ob wir gerade einen Körper haben oder nicht.
Das heißt, alle Wesen kommunizieren permanent telepathisch miteinander. Ob sie sich dessen bewusst sind oder nicht, wie tief sie das tun, ist auch nochmal eine andere Frage. Aber grundsätzlich haben wir diese Fähigkeit alle in uns.
Unsere Erziehung, unsere Kultur ist damit wenig vertraut, sodass es im Laufe unseres Heranwachsens immer mehr in den Hintergrund rückt, verschüttet wird, immer weniger bewusst genutzt wird, aber es ist trotzdem da. Viele von euch kennen vielleicht die Situation, das Telefon klingelt, der auch ohne einen personalisierten Klingelton, wissen wir, wer uns anruft. Oder wir denken an jemand und kurze Zeit später bekommen wir eine Nachricht von dieser Person oder sie ruft uns an.
Ist das ein Zufall? Fragezeichen kann sein. Kann aber auch sein, dass das Telepathie life in progress war. An der Stelle vielleicht noch ein kurzer Exkurs zu den telepathischen Sinnen.
Wir haben alle Sinne, die wir als Menschen haben. Also hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen, tasten, wissen, auch als Hellsinn. Das heißt, wir können telepathisch riechen, schmecken, hören, sehen, fühlen, tasten und wissen.
Und ich möchte dich hier an der Stelle zu einer mini mini mini Exkursion einladen. Du kannst dir vorstellen, dass du eines deiner Tiere mit deinen telepathischen Fingern berührst. Also erlaube deinen Fingern in deiner Vorstellung ein Tier zu berühren.
Du kannst es natürlich auch in echt berühren zuerst. Und das noch einmal spüren, wenn dein Tier gerade in deiner Nähe ist. Und dann im zweiten Schritt nimmst du deine Hand vom Tier und erlaubst dir, das wie noch einmal nachzuempfinden, als eine Art Erinnerung in deinen Fingern, deinen Fingerkuppen, in deinen Zellen zu wecken.
Wie fühlt sich das an, wenn du deinen Hund, deine Katze, dein Pferd berührst? Spürst du die Fellstruktur? Spürst du, wo die Haare gröber sind, wo sie weicher werden? Wo sie von glatt in einen welligen Übergang münden? Vielleicht fühlst du an verschiedenen Körperbereichen eine andere Temperatur? Und mach das gerne erstmal, indem du ein Tier physisch berührst und danach ausprobierst, das noch einmal wie nachzuempfinden. Ja und wahrscheinlich sagst du jetzt, ich will mir das ja nicht vorstellen. Ich will es mir nicht einbilden.
Ich will es ja wirklich empfinden. Ja, diese Erinnerung ist quasi ein erster Schritt, um diesen Sinn zu wecken, ihn wach zu rütteln und ihn sozusagen wieder aktiv zu schalten. Probiere das gern an unterschiedlichster Stelle aus.
Es ist eine sehr, sehr einfache Übung, aber auch eine sehr spannende, wie ich finde. Überhaupt ist für mich die Telepathie eine riesengroße Entdeckungsreise, auf der ich seit über 20 Jahren bin. Mir ist es bis heute nicht langweilig geworden, weil es immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Es gibt so viele Wesen zu entdecken, so viele Ebenen unserer Existenz, so viele Dimensionen. Es ist eigentlich ein Entdecken des ganzen Universums, ein Erkunden des Stoffs, aus dem das Universum gemacht ist. Und es ist vor allen Dingen ein Entdecken und eine Reise zu uns selber, als telepathische Wesen, die wir sind.
Und ich würde dich gern einladen, mit auf diese Reise zu kommen und mitzuforschen, ganz spielerisch zu beobachten, zu hinterfragen, Neues zu lernen. Ganz still zu werden ist die beste Voraussetzung. Still, ruhig im Körper und Geist, vor allem aber im Geist.
Der Körper darf sich bewegen, es kommuniziert sich gut, wenn du zum Beispiel mit den Hunden spazieren gehst. Aber der Geist braucht unbedingt Ruhe, er braucht Stille. Und aus dieser Stille heraus resultiert Präsenz.
Und Präsenz öffnet unsere Wahrnehmungsfähigkeit am allermeisten. Und das ist auch gleichsam das Wichtigste, was wir tun dürfen, um unsere telepathische Wahrnehmungsfähigkeit, unseren telepathischen Sinne wieder aktiv zu schalten, uns ihrer mehr bewusst zu werden und sie ganz aktiv nutzen zu können. Also eine Einladung ist, trainiere deine Vorstellungskraft, zum Beispiel über das Berühren des Fels deines Tieres, oder vielleicht auch über den Duft einer Blume, an der du zuerst riechst, und dann mit etwas Abstand versuchst, das noch einmal nachzuempfinden.
Damit gibst du deinem telepathischen Geruchssinn sozusagen einen Schubs, ein sich öffnen und dir diese Information zu geben. Du kannst auch an deinem Hund, einer Katze, deinem Pferd riechen und schauen, ob du das nachempfinden kannst. Ganz spielerisch.
Probier das aus. Manchen Menschen gelingt das telepathische Riechen extrem leicht, für andere ist es schwieriger, das zu aktivieren. Es ist sehr, sehr unterschiedlich.
Wir haben alle sozusagen unsere vorherrschenden Sinne, meistens sind es zwei, drei Sinne, die schon ganz gut aktiv sind, über die wir Informationen bekommen telepathisch. Häufig das Fühlen, häufig das Sehen, manchmal das Hören, manchmal das Riechen, manchmal das Schmecken und Tasten. Es ist aber nicht ganz, ganz so häufig, aber es ist super spannend, das auszuprobieren.
Ich lade dich wirklich ein, das zu tun, aus einer Haltung eines kleinen Kindes oder eines neugierigen Tieres, einer Katze vor dem Mauseloch, die ganz konzentriert ist, aber total präsent bei der Sache ist, ganz offen, was sich als nächstes zeigt. Ein Entdeckergeist ist hier, total gefragt. Sich telepathisch zu verständigen, ist etwas, was Naturvölker heute noch vollkommen selbstverständlich tun.
Meine Reise hat tatsächlich angefangen mit einem Buch, das hieß Traumfänger von Marlo Morgan. Es handelt von einem Walk, auf dem diese Frau Marlo Morgan mit den Aboriginals in Australien war. Und ich erinnere mich noch, ich war zutiefst erstaunt und berührt darüber, was alles möglich war, wie diese Menschen auf Distanz in der Lage waren, sich über hunderte Kilometer zu verständigen.
Es ging damals um einen Menschen, der verletzt war, der Hilfe brauchte. Und über die Telepathie konnten sie sich verständigen. Wo wir Handys dazu brauchen, brauchen sie eigentlich nur sich selbst.
Das hat mich sehr, sehr fasziniert damals und hat mich auf meine Reise geschickt, auf diesen Forschungsweg gebracht, wie das denn überhaupt sein kann. Und ich tue das nach wie vor, weil es dort immer wieder spannende Dinge zu entdecken gibt, und welches Menschen einfacher und leichter zugänglich machen möchte. Wie kann ich das unterrichten und zugänglich machen, öffnen den Menschen, so dass es wirklich wieder etwas wird, das zu uns gehört, das in unseren Alltag gehört, dass wir leben können, ganz selbstverständlich.
So wie vielleicht auch noch unsere Ahnen es gelebt haben, wie die Urvölker es auf jeden Fall immer noch leben, wie sie mit allem umgehen. Sehr, sehr, sehr verbunden. Ich finde, das ist das große, große Geschenk der Telepathie.
Wenn wir uns auf Tiere, auf Pflanzen, auf alle Wesen tief, tief auf dieser telepathischen Ebene einlassen, dann entsteht dadurch eine tiefe Verbundenheit. Und Voraussetzung dafür ist, wir begegnen diesen Wesen in einer inneren Haltung von Respekt, von spiritueller Gleichwertigkeit. Natürlich unterscheiden sich Tiere von uns in vielerlei Hinsicht, aber der Kern, die Essenz ist uns ebenbürtig.
Wenn wir diese Haltung einnehmen, dann öffnet sich die Kommunikation mit einem Tier, mit einem anderen Wesen sehr, sehr leicht, fast selbstverständlich. Und es entsteht tiefes Verstehen, eine tiefe Verbundenheit. Stell dir mal vor, wenn wir das alle wieder in unseren Alltag bringen könnten, was das in der Welt bewirken könnte.
Das ist, was mich jeden Tag bewegt, das immer weiter zu tun, zu erforschen. Wir beleben sozusagen die Verbundenheit damit neu. Wir stellen Respekt her, eine Gegenseitigkeit und eine spirituelle Gleichheit.
Und wir wecken dadurch in uns unseren tiefsten, wahren Kern. Wenn wir Tiere so sehen, wie sie wirklich sind, nicht das, was wir über sie denken oder welche Meinung oder welches Urteil wir haben, sondern wenn wir sie in der Tiefe ihrer Essenz, ihres Wesens spüren können, dann geben wir ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, diesen Kern, diese Essenz auch wieder sehr viel mehr zu beleben und zu leben und sie auch ganz physisch zu zeigen und wieder einzusetzen. Und das wiederum beruht auch auf Gegenseitigkeit.
Wenn wir mit den Tieren kommunizieren und wir sie sehen, sehen sie auch uns und können uns helfen, Teile in uns wieder zu beleben, zu aktivieren, ans Licht zu bringen, uns bewusst zu machen und wieder in unser Leben bringen. Damit helfen sie uns auf unserer Reise zu uns selbst auch zu mehr Ganzheit. Wenn du aus dieser Folge eine Sache mitnimmst, dann vielleicht diese.
Interspecies Communication. Diese Verständigung zwischen den Arten beginnt in dir, mit deiner Präsenz, mit deinem Körper als Resonanzraum und mit dieser kindlich wachen Neugier. In der nächsten Episode gehe ich auf einen ganz praktischen Aspekt ein.
Tierkommunikation als Werkzeug zur Heilung. Was verstehen, alles verändern und bewirken kann. Danke fürs Lauschen.
Vielleicht nimmst du etwas mit. Ein Gefühl, eine Wahrnehmung, ein stilles Erinnern. Die universelle Sprache ist ein Raum für bewusste Verbindung zwischen allen Lebewesen.
Schön, dass du hier dabei bist.
Neuer Kommentar